Die Erkenntnisse von vergangenem Dienstag sind erschreckend. Denn, wie Susan Pollock, die Leiterin der Untersuchungen, hervorhob:
Die Überreste sind in jedem Fall mit einer menschenverachtenden Respektlosigkeit auf dem Gelände verscharrt worden. Zugleich weiten die neuen Erkenntnisse den erinnerungspolitischen Blick. Sie legen nahe, dass Unrechtskontexte, die üblicherweise als getrennte Phänomene gedacht werden, sich mitunter überlappen. Und dass diese Überlappungen ein verschränktes und solidarisches Erinnern nötig machen.
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Aus Sicht der kritischen Migrationsforschung wissen wir jedoch heute, dass das Kulturparadigma zu kurz greift, wenn es um Gesundheit und Krankheit geht. Soziale Einflüsse, Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen, die zweifellos negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben, werden dabei ignoriert“, meint die Ärztin.